Einwendungen gegen den Bebauungsplan „Pergolenviertel“

Vom 1. Juli bis zum 15. August 2014 lag der Entwurf des Bebauungsplans für das "Pergolenviertel" des Bezirks Hamburg-Nord zur öffentlichen Einsicht aus. Betroffen sind von dem Bebauungsplan 330 Kleingärten in den Kleingartenvereinen „Heimat“ und „Barmbeker Schweiz“. Für diesen Zeitraum hatten alle Bürger (also nicht nur die Einwohner im Bezirk Nord) das Recht, dagegen Stellungnahmen einzureichen, entweder mündlich direkt im Bezirksamt Hamburg-Nord oder schriftlich in Form eines Briefes. Insgesamt haben über 500 Bürger ihre Einwendungen gegen den Bebauungsplan beim Bezirksamt Hamburg-Nord eingereicht. Dafür wollen wir uns bei allen herzlichst bedanken.

Für das Verfassen von Einwendungen haben wir einen online Einwendungsgenerator entwickelt, der auch weiterhin Bürgerinitiativen zur Nutzung zur Verfügung steht.

Hier dokumentieren wir weiterhin unseren Aufruf gegen den Bebauungsplan:

Wenn Sie unsere Forderungen unterstützen

  • für den Erhalt der Kleingärten,
  • für den Erhalt eines artenreichen Naturbiotops,
  • für den Erhalt einer Grünfläche, die wichtig für das Stadtklima ist,

möchten wir Sie bitten, eine eigene Stellungnahme zu formulieren und beim Bezirksamt einzureichen.

 

Warum sind wir gegen den Bebauungsplan?

Wir sind nicht gegen Wohnungsbau. Aber das Wohnungsbauprogramm des Senats sieht keinen Schutz von Grünflächen und Kleingärten vor. Damit ist das grüne Hamburg in Gefahr. Notwendig ist eine gesamtstädtische Planung, und nicht, dass einer der am dichtesten besiedelten Bezirke, Hamburg-Nord, weiter zugebaut wird.
Wir wollen, dass die Bürger im Bezirk Nord selbst über ihre Angelegenheiten entscheiden können, und hatten im Februar 2013 ein Bürgerbegehren eingereicht. Dies wurde drei Wochen später vom Bezirk Nord für unzulässig erklärt. Dagegen haben wir Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht und trotzdem Unterschriften gesammelt. Mit 10168 Unterschriften haben wir das Quorum von 6792 notwendigen Unterschriften im August 2013 deutlich übererfüllt. Das Verwaltungsgericht hat wegen Überlastung noch keine Entscheidung gefällt.
Nach der „Stadtklimatischen Bestands-aufnahme“ vom Mai 2012 sind die Kleingartenflächen von „hoher bis sehr hoher Bedeutung für das Stadtklima“ und sollen unbedingt erhalten bleiben. Sie trennen die Hitzeinseln City Nord und Nord-Barmbek.
Bei vielen weiteren großen Bauprojekten in Hamburg-Nord (z.B. Tarpenbek Greens, Gleisdreieck, Dieselstraße) werden ebenfalls stadtklimatisch wichtige Grünflächen und Kleingärten zerstört.
Der Bezirk Nord will in dem 39 Hektar großen Gebiet auf einer Fläche von 6 Hektar 160 Parzellen neu anlegen. Wohlgemerkt „neu anlegen“. Die bestehenden ca. 150 Kleingärten in diesen 6 Hektar sollen vorher komplett zerstört werden. Als haarsträubende Begründung dient eine angeblich notwendige Kampfmittelsondierung. So notwendig eine Sondierung im Baugebiet ist, so überflüssig ist sie auf Kleingartenflächen. Es wäre wesentlich wichtiger, die Flächen zwischen den Häusern in den Wohngebieten zu sondieren, die nach dem Krieg ohne ausreichende Sondierung auf Blindgänger hochgezogen wurden.
Die gesamte Pflanzen- und Tierwelt in den ca. 100 Jahre alten Gartenanlagen würde verschwinden. Etwa 1000 alte Obst- und andere Bäume würden gefällt werden. Ein wertvolles Biotop mit einem hohen Artenreichtum würde zerstört werden. Bedroht sind auch mehrere besonders geschützte Arten wie Fledermäuse, Baumohreule und Habicht.
Kleingärten haben eine große soziale Bedeutung für Stadtbewohner in Geschoßwohnungen, insbesondere für Familien mit Kindern.

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