Klimawandel: Folgen der Erderwärmung für die Natur und Möglichkeiten einer Folgenbegrenzung

von Eden für Jeden

Vortrag am Montag, den 29. Juni, 19 Uhr im Goldbekhaus (Winterhude)

Ist die mittlere Erwärmung noch unter 2 Grad C zu halten? Wenn ja, was müssen „die Politik“ und wir alle schnellstens tun?

In der Reihe „Statistische Berichte“ hat das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein die Treibhausgasemissionen in Hamburg im Jahr 2012  untersucht. Es werden  Kohlendioxid-Emissionen, Methan-Emissionen und Distickstoffoxid-Emissionen betrachtet. Wir zitieren: „Aus heimischen Quellen emittierten rund 11,4 Millionen Tonnen CO2 durch die Verbrennung von Energieträgern (energiebedingte Emissionen). Die Emittenten waren die Sektoren „Verkehr“ mit 35 Prozent, „Umwandlungsbereich“ mit 34 Prozent, „Haushalte“ mit 14 Prozent, „Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe“ und „Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und übrige Verbraucher“ mit jeweils 9 Prozent. Neben den energiebedingten CO2-Emissionen wurden außerdem 142 Tausend Tonnen CO2 (Kohlendioxid) im Verlauf bestimmter Industrieprozesse an die Umwelt abgegeben (prozessbedingte Emissionen).“ (S. 5)

Haben die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2012 gegenüber früheren Jahren zugenommen?  Es gibt kein einheitliches Bild. Der Hamburger Senat hat eine CO2-Reduzierung bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zugesagt. Kann dieses Ziel tatsächlich erreicht werden?


Aufrecht in die Katastrophe?


Die Globalisierungskritikerin Naomi Klein („Die Entscheidung: Kapitalismus versus Klima“)  ist davon überzeugt, dass es Möglichkeiten gibt, zwar nicht den Klimawandel, aber dessen „katastrophalen Verlauf“ aufzuhalten: Sie erklärt: „Wir müssen die Emissionen jedes Jahr um acht bis zehn Prozent senken. Dadurch geraten wir in Konflikt mit dem Wirtschaftswachstum..“ („Freihandel statt Klimaschutz“, Neues Deutschland, 24.03.2015). Wir fragen: Ist dieses Ziel nicht illusorisch? Ist es wirklich notwendig für das 2 Grad C-Ziel? Sie nennt verschiedene Maßnahmen, die das Ziel haben, die drohende Katastrophe abzumildern, zum Beispiel:  das Recht auf freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln (Klimaschutzmaßnahme), ein Grundeinkommen, „das den Menschen die Wahl lasse, Jobs in klimaschädlichen Branchen abzulehnen“. Ein weiteres Beispiel ist ein vollständiger Kohle-Ausstieg. Auch ist es wichtig, bei der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Paris Druck zu machen.  Sie weist darauf hin, dass man heute bei Institutionen wie der Weltbank nachlesen kann, „dass ein Klimawandel mit fatalen Auswirkungen stattfinde“. „Die Frage ist nur, wie dieser Katastrophe beizukommen ist und warum die Welt bisher bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen versagt hat.“  (N. Klein)

Naomi Klein speist ihren Hoffnungsschimmer vor allem daraus, „dass der Klimawandel eine neue Chance ist, Gerechtigkeit für den globalen Süden einzufordern, und daher auch für eine breite Bewegung taugt“. Können wir diese Hoffnung mit ihr teilen?

„Seit den 1970er Jahren hat es einen signifikanten und ungebrochenen Anstieg der Temperaturen gegeben. Aus mehreren Zeitungsberichten vom Januar 2007 geht z.B. hervor, dass die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1900 alle zwischen 1995 und 2006 liegen. Der Herbst 2006 war der wärmste seit 1900. Im März 2007 hieß es nun auch amtlich: Der Winter 2006/7 war weltweit der wärmste, seit es Klimaaufzeichnungen gibt -  d.h. seit 127 Jahren.“  (Harald Vieth,  Klimawandel mal anders.Was tun?, S. 18)  Wir empfehlen, auch die entsprechenden Daten von der Weltorganisation für Meteorologie bis einschließlich 2014 zu betrachten.

Um die zwei Grad Temperaturanstieg nicht zu überschreiten, ist es erforderlich, dass die Emissionen bis 2050 halbiert werden. Die Klimaforscher geben uns nur noch wenig Zeit für wirklich einschneidende Maßnahmen.

V.i.S.d.P.: J. Stopel, Postfach 60 55 08,  22 250  Hamburg  /  E-Mail: verbraucherschutz@gmx.de

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