Haspa-Marathon war erfolgreich!

von Eden für Jeden

Aktion für die gefährdeten Schrebergärten beim Hamburger Marathon

Bei schönem, wenn auch kühlen Wetter fand in diesem Jahr der Haspa-Marathon statt. Und das direkt vor unserer Haustür, denn die Laufstrecke führte unmittelbar an der Einfahrt zu unserem Schrebergartengelände „Heimat“ an der Hebebrandstraße vorbei.

Eden für Jeden Infostand beim HaSpa Marathon

Unsere Arbeitsgruppe für die Erhaltung der Schrebergärten „Heimat“ und „Barmbeker Schweiz“ hatte die Gelegenheit genutzt und einen Infostand mit Plakaten und Informationsblättern aufgebaut. Wir wollten mit dieser Aktion auf unsere bedrohliche und schlimme Lage eines drohenden Abrisses unseres Geländes aufmerksam machen. 330 Schrebergärten sollen nach einem Beschluss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord zerstört werden, um Platz für neue Wohnungen zu schaffen. Damit würde eines der letzten intakten Biotope im Norden Hamburgs mit einer reichen Tierwelt und über 1500 alten Bäumen verschwinden. Wir versuchten den Zuschauern unsere Argumente für den Erhalt dieses Geländes zu vermitteln: Wir haben nichts gegen einen vernünftigen Wohnungsbau, aber nicht auf Kosten einer erhaltenswerten Natur und der vielen dort lebenden nicht unbedingt reichen Menschen, die sich hier in vielen Jahren ein kleines Refugium geschaffen haben, das sie für immer verlieren würden. Die Resonanz der Zuschauer war vielfältig und durchweg mitfühlend.

Gegenüber auf dem Mittelstreifen der Straße hatte die Haspa eine Versorgungsstation mit vielen Helfern für die Läufer aufgebaut. Und dann ging`s los: zuerst kamen die Rollstuhlfahrer! Für mich immer ein bewegender Anblick, wie man mit einer Behinderung so viel Energie aufbringen kann. Und dann pünktlich zur angekündigten Zeit eine Gruppe von etwa zehn Afrikanern, leichtfüßig und locker, fast schwebend wie auf einem Spaziergang. Es waren die Superläufer aus dem afrikanischen Hochland, wie immer höchst rekordverdächtig. So etwa zwei Stunden für 43 Kilometer. Sie wurden natürlich begeistert begrüßt. Dann eine Pause. Jetzt kam eine farbige Läufererin. Auch sie bekam einen stürmischen Empfang. Dann folgten die vielen anderen Läufer. Allmählich wurde das Feld immer dichter. Die Helfer streckten den Läufern Getränke entgegen oder boten ihnen Bananenstücke an.

Eden für Jeden Infostand auf der Hebebrandstraße

An unserem Standort hatten die Läufer genau die Hälfte der Strecke geschafft. Einige Läufer liefen locker und ausgeglichen mit noch viel Energie, andere wiederum machten schon einen erschöpften Eindruck und man hätte ihnen gern eine kurze Pause gegönnt, um einen von unseren leckeren Äpfeln zu probieren. Von diesen Äpfeln hatten wir drei Kisten zum Verteilen an die Zuschauer gekauft. Sie fanden reißenden Absatz. Einige Läufer am Schluss des Feldes, die es nicht mehr so eilig hatten, ließen sich sogar beim Laufen die Äpfel schmecken.

Auch bei den Nachbahrschrebergärtnern in der Barmbeker Schweiz, die ebenfalls von der Zerstörung ihrer Schrebergärten bedroht sind, fand unsere Aktion großen Anklang. Es war für Teilnehmer, Zuschauer, Helfer und auch uns eine schöne Volksfest-Atmosphäre. Aber wir hoffen auch, dass wir vielen unserer Mitbürger trotzdem etwas von der Gefährdung unserer Schrebergärten und den damit verbundenen Sorgen vermittelt haben.

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