Brief zur Unterstützung

von Eden für Jeden

Betreff: Brief zur Unterstützung

Liebes Team von Eden für Jeden, den folgenden Brief, der meine Unterstützung für Ihre Initiative ausdrücken soll, können Sie gerne auf Ihrer Webseite veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen  Volker Laas

Auch wenn ich selbst keinen Kleingarten bei Ihnen gepachtet habe, so bin ich doch gelegentlich in Ihrer Kleingartenanlage zu Besuch und genieße stets die Zeit, die ich dort verbringen kann. Besonders die Vielfalt nicht nur der Pflanzen, sondern auch der Aktivitäten, machen ihre Anlage zu einem wunderbaren Ort der Muse. In einem Garten ist der Rasen frisch gemäht, im nächsten Garten gedeiht das Unkraut, manche Gärten sind durch Sträucher oder Bäume, andere durch Rasenflächen, Blumenbeete oder Gemüseanbau geprägt. Schlendert man durch ihre Anlage, sieht man wie der eine Garten gerade als Spielplatz genutzt wird, während sich in einem anderen Menschen vom hektischen Alltagsleben ausruhen, während nebenan im Blumenbeet gearbeitet wird. Ihre volle Wirkung entfaltet Ihre Anlage vor allem auch durch ihre Größe. Die Anlage ist gerade groß genug, dass man die Einflüsse der restlichen Stadt hinter sich lassen kann. Die Augen erblicken rundum nur die Farben der Natur, die Nase wird durch den Duft der Pflanzen verwöhnt und selbst der Lärm der Stadt ist so gedämpft, dass man ihn kaum noch wahrnimmt. Man wähnt sich mitten in der Großstadt ganz weit draußen und gerade dies macht den Ort so geeignet zur Erholung.

Insofern ärgert es mich schon länger, dass ihre Anlage aufgrund des Baus einer Wohnanlage auf weniger als ein 1/3 der jetzigen Fläche zusammengeschrumpft werden soll. Einer kleineren Anlage mit Blick auf eine dominante Wohnanlage, wird diese Ausstrahlung der jetzigen Anlage fehlen. Und als ob dies nicht schon ablehnenswürdig genug sei, habe ich nun mit Bestürzung auf Ihrer Webseite gelesen, dass die gesamte Kleingartenanlage im Zuge des Baus des sog. Pergolenviertels zerstört werden soll. Dass man auch dort Kleingärten, die seit Generationen gepflegt wurden, niederreißen will, um danach an gleicher Stelle wieder neue Kleingärten anzusiedeln, kann man nicht anders als einen Schildbürgerstreich bezeichnen. Im offensichtlichen Planungsrausch scheinen die Planer der Meinung zu sein, dass nichts außerhalb ihrer Planung mehr erhalten werden darf. Bis auf den letzten Grashalm soll die künftige Realität gemäß der Computeranimationen der Architekten und Entscheidungen der Planer gestaltet werden. So als ob im Laufe der Jahrzehnte gewachsene Natur, sprich: Gebüsche, Bäume, einfach mal eben so von heute auf morgen zu designen wäre. Vom Namen bis zum letzten Grashalm wird nichts mehr an die frühere und jetzige Nutzung des Gebietes erinnern, es wird ein geschichtsloser Ort. Dies ist in dieser Form Verdrängung an ihr konsequentes Ende gebracht. Nicht nur die Menschen, die momentan die Kleingartenanlage nutzen, werden von ihren gepachteten Flächen verdrängt, sondern auch die Erinnerung an ihre Arbeit und die Arbeit voriger Generationen, wird dem Erdboden gleichgemacht. Im Unterschied zu den Schildbürgerstreichen vergeht einem bei dieser totalen Planung das Lachen angesichts dieser Verachtung gegenüber den Menschen, die über Generationen mit ihrer Arbeit den Ort geprägt haben. Im Zusammenhang einer solchen Planung von Bürgerbeteiligung zu sprechen ist der reine Hohn. Oder weniger höflich ausgedrückt: Verarschung. Tatsächlich exekutiert so die Hamburger SPD in ihrer Planung mit angeblicher Bürgerbeteiligung, was der SPD Ministerpräsident Kurt Beck den beteiligten Bürgern zu sagen hat: "einfach 's Maul halten".

Und so will ich mit der Erwähnung des einzig Erfreulichen an diesem Prozess enden, dass Sie mit Ihrer Initiative "Eden für Jeden" genau dies nicht tun und gegen die Pläne protestieren. Sie haben dabei meine volle Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Laas


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